ING-DiBa Talente mit Perspektive
Montag, 21. Februar 2011
DBB Bundestrainer sichteten 72 Jungen aus sechs Bundesländern in Mainz - FCK-Spieler Dennis Nap dabei
Unter den Augen der Bundestrainer Frank Menz (A2 / U20), Kay Blümel (U18), Harald Stein (U16) und Bernd Röder (ehem. Bundestrainer) fand am vergangenen Wochenende eines von vier Vorauswahlturnieren im Theresianum Mainz statt. Die ING-DiBa und der Deutsche Basketball Bund begrüßten über 70 junge Basketballer aus sechs verschiedenen Landesverbänden in Mainz. Neben der SG Rheinland-Pfalz / Saarland nahmen auch die Auswahl-Teams aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Sachsen und Thüringen teil. Die Begrüßung der Teilnehmer übernahmen die BWA Geschäftsführer Jochen Sandkühler und Gerhart Aichert, der auch Präsident des Rheinland-Pfälzischen Basketballverbandes ist. Sie motivierten die jungen Teilnehmer, ihr Bestes zu geben und verwiesen zudem auf die Wichtigkeit einer frühzeitigen Sichtung und Förderung von Talenten und dankten daher der ING-DiBa für ihr großes Engagement im Bereich der Jugendförderung.
„Olympia 2020“ heißt das über dem Projekt stehende Schlagwort, das den
jungen Talenten die langfristige Perspektive der jetzigen Förderung
aufzeigen soll. Und die Hoffnungen in das ehrgeizige Projekt sind
durchaus berechtigt: Zahlreiche ehemalige Talente stehen heute in den
verschiedenen Jugend-Nationalkadern und haben Deutschland bereits bei
Europa- und Weltmeisterschaften vertreten.
Im vierten Jahr des Projekts sichteten die Bundestrainer eine noch
jüngere Jahrgangsstufe und nahmen die 13-jährigen Talente genau unter
die Lupe. „Durch die frühere Förderung werden die Talente noch
effizienter an die Herausforderungen auf dem internationalen Parkett
herangeführt“, rechtfertigten Kai Blümel und Harald Stein diese
Maßnahme. „Man merkt zwar, dass die Spieler jünger sind, was die
Prognosen über die Entwicklung schwerer mache. Dennoch ist es wichtig,
junge Spieler, Eltern und Vereine zu erreichen und an den Wettkampf
heranzuführen“, sind sich die Bundestrainer einig. „Der eine oder andere
Spieler wird sich vielleicht anders entwickeln, als man glaubt und es
werden auch neue Spieler hinzukommen. Aber wir wollen noch mehr Talente
früher erreichen, zum Training bringen und fördern.“
Auch in diesem Jahr zeigte sich, dass das ING-DiBa Turnier in Mainz
einen wichtigen Schritt zur konsequenten Förderung des Nachwuchses
darstellt. Frank Menz wies auf die Bedeutung dieser Maßnahme in Hinblick
auf die damit verbundenen zukünftigen Erfolge der deutschen
Nationalmannschaft hin. „Einige Jungen werden wir sicherlich in den
Jugendnationalmannschaften wiedersehen“, sagte Menz.
Das große Ziel vor Augen dribbelten, passten und warfen sich die besten
Spieler der Landesverbände in die Notizbücher der Bundestrainer. Bernd
Röder zeigte sich begeistert vom hohen Spielniveau und lobte alle
Talente für den gezeigten Einsatz: „Alle Spieler haben hervorragende
Leistungen gezeigt und waren mit viel Engagement
und Spaß bei der Sache.“
Das Turnier war auch aus der Sicht der Akteure ein großer Erfolg. „Das
Turnier ist toll. Es ist spannend gegen Jungs aus ganz Deutschland zu
spielen. Die anderen sind richtig gute Basketballer. Schade nur, dass
ich im Finale nicht spielen konnte, weil ich mich verletzt habe“,
resümierte Moritz Mühlich vom Team aus Hessen.
Am Ende eines ereignisreichen, aber auch anstrengenden Wochenendes,
setzte sich die Mannschaft aus Hessen in einem spannenden Finalspiel
gegen Bayern mit 44:32 durch.
Turnierergebnis: 1. Hessen
2. Bayern
3. Baden-Württemberg
4. Sachsen
5. SG Rheinland-Pfalz / Saarland
6. Thüringen
Aufregend wurde es für alle Beteiligten noch einmal nach dem letzten
Spiel. Die Bundestrainer nominierten die Spieler, die sich einen der
begehrten Plätze in einem der beiden Regionalteams erkämpft hatten.
Gespannt warteten Spieler, Eltern und Landesverbandstrainer auf die
Bekanntgabe. Am Ende wurden 24 Spieler ausgerufen und damit zum
Finalturnier nach Wetzlar (6. bis 8. Mai 2011) eingeladen. Dort bekommen
sie erneut die Gelegenheit, den Bundestrainern ihr Können zu beweisen.
Regionalkader
Folgende 24 Spieler wurden für das Finalturnier in Wetzlar nominiert:
Team Mainz 1:
Johannes Klughardt (DJK Neustadt a. d. Waldnaab), Arne Wendler (BV
Chemnitz 99), Richard Freudenberg (FC Bayern München), Paul Bokeloh (TV
Langen), Robert Stark (SSC Karlsruhe), Tizian Scheld (MTV Gießen), Paul
Hagenström (Titans Dresden), Lars Dracker (TV Langen), Stefan Bozic (VfL
Kirchheim), Jona Hoffmann (BC Darmstadt), Noah Kamdem (TV 1860 Fürth),
Cedric Kral (Towers Speyer-Schifferstadt)
Team Mainz 2:
Dennis Nap (1. FC Kaiserslautern / TV Kirchheimbolanden), Noah Berge
(USC Leipzig), Niklas Kropp (TSV Nördlingen), Panagiotis Saoulidis (VFL
Waiblingen / BSG Ludwigsburg), Niklas Bilski (BBLZ Mittelhessen / VFB
Gießen), Christoph Philipps (SSV Ulm), Isaac Bonga (Post SV Koblenz),
Lane Austin Hanley (TV Langen), Florian Päßler (BV Chemnitz), Joonathan
Torbica (TV Langen), Jeferson Hiller (SV Tübingen), Matti Kindelmann (FC
Bayern München)
Die beiden neu formierten Teams treten am 07./ 08. Mai 2011 in Wetzlar
gegen die Regionalteams der anderen Vorauswahlturniere an. Bei diesem
Finalturnier werden dann die besten 12 Spieler in den ING-DiBa
Perspektivkader berufen.
< zurück
weiter >