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Interview: FCK bildet 2010/11 JBBL Spielgemeinschaft mit den BIS Baskets Speyer!

Freitag, 30. April 2010

„Keine Resultate gefordert"

Interview: Am Sonntag bestritt das U16-Team des 1. FC Kaiserslautern das letzte Saisonspiel in der Junioren-Basketball-Bundesliga ( JBBL). Mit FCK-Trainer Jan Christmann unterhielt sichRHEINPFALZ-Mitarbeiter Carsten Schröter über diese Runde sowie die Zukunftsaussichten.

QUELLE: RHEINPFALZ 28.04.10

Herr Christmann, erstmals hat ein FCK-Jugendteam am Spielbetrieb einer der zwei Jugend-Bundesligen des Deutschen Basketball-Bundes teilgenommen. Wie fällt die Bilanz aus?


Zuallererst möchte ich vor allem den Spielereltern, Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern danken, ohne die dieses anspruchsvolle Projekt nicht möglich gewesen wäre. Insbesondere hat mein Co-Trainer Johannes Münch einen großen Anteil am Gelingen des Projektes gehabt. Wir mussten ja fast ausschließlich gegen Teilzeit-Internate antreten, die mit ihren hauptamtlichen Trainern einfach viel größere Ressourcen zur Verfügung haben. Dementsprechend war das Niveau in der  JBBL von Anfang an viel höher als in den pfalzweiten oder regionalen Ligen, in denen die FCK-Jugendteams in der Vergangenheit immer dominiert haben, was auch die Rheinhessen-Pfalz-Meisterschaft am vorletzten Wochenende wieder bewiesen hat. Somit war es für meine Jungs vor allem im Angriff ein großer Schritt, gegen den meist enorm hohen Verteidigungsdruck der Gegner zu Punkten zu kommen.


Haben Sie die vor der Saison gesteckten Ziele erreichen können?


Bis auf zwei Niederlagen mit der Schlusssirene waren die Ergebnisse und somit auch die Niederlagen dem Leistungsniveau entsprechend. Von der Mannschaft wurden vor der Saison sowieso von keiner Seite irgendwelche Resultate gefordert, viel mehr stand die Entwicklung der Spieler im Vordergrund. Ein kleines Ziel, eine der „großen" Mannschaften zu schlagen, haben wir leider am vergangenen Sonntag gegen Jena denkbar knapp verpasst.


Wurden Ihre Erwartungen an die Entwicklung der Spieler erfüllt?


Vordergründig hat das Team von zu vielen Einzelaktionen in den ersten Spielen im Verlaufe der Saison immer besser zum Mannschaftsspiel gefunden. Im taktischen Bereich hatte ich zu Beginn vielleicht zu hohe Ansprüche an die Mannschaft gestellt, da es manches Mal etwas länger gedauert hat, bis sie die Vorgaben in diesem Bereich umsetzen konnte. Individuell denke ich, dass wir viele Spieler, die relativ „roh" gerade von anderen Vereinen zu uns kamen, so ausgebildet haben, dass sie später zumindest in der Lage sind, Herren-Oberliga oder in manchen Fällen auch in höheren Ligen zu spielen.

 

 


In die Trainingsarbeit mussten auswärtige Spieler integriert werden. Wie sah die Arbeit aus, und wie ist sie im Nachgang zu bewerten?


Die auswärtigen Spieler haben einmal pro Woche am Mannschaftstraining teilgenommen und konnten daher in der Regel nicht an den zusätzlichen Individual-Einheiten teilnehmen. Mit allen Spielern wurden vor der Saison aufgabenbezogene Ziele entwickelt, an denen sie in der Saison - bei den Auswärtigen in Absprache mit den Trainern des Heimvereins - gearbeitet haben. Zusätzlich wurde in Kooperation mit der TU Kaiserslautern ein Athletiktest durchgeführt, der bei den Spielern Entwicklungsfelder offen gelegt hat, an denen wir dann auch gezielt arbeiten konnten. Insgesamt haben die Spieler, die das gesamte Trainingsangebot wahrnehmen konnten, noch etwas größere Fortschritte gemacht.


Wie geht es nächste Saison weiter?


Schon vor Ende dieser Saison haben wir mit den BIS Baskets Speyer Kontakt aufgenommen, um die Möglichkeit einer Kooperation auf  JBBL-Ebene zu erörtern. Da beide Vereine für die nächste Saison alleine eine etwas zu dünne Spielerdecke gehabt hätten und sich die Spielerkader beider Clubs, sowohl was die Positionen als auch die Leistungsstärke angehen, gut ergänzen, wurde letzte Woche ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. Demzufolge wird nächste Saison ein Team unter dem Namen „SG BIS Baskets Speyer/1. FC Kaiserslautern" in der  JBBL an den Start gehen.


Wie sieht diese Kooperation aus?


Speyer wird den Headcoach stellen, dem ein Assistant-Coach aus dem FCK-Lager zur Seite gestellt wird. Die FCK-Spieler werden ein- bis zweimal pro Woche nach Speyer zum Mannschaftstraining fahren, während die individuellen Trainingseinheiten in Kaiserslautern, insbesondere auch für die noch jüngeren Jahrgänge, die wir verstärkt an das hohe Niveau heranführen wollen, beibehalten werden. Des Weiteren werden mehrere Heimspiele in Kaiserslautern stattfinden, wovon eines nach Möglichkeit auch wieder im Vorprogramm eines Profi-Spiels der Saar-Pfalz Braves in Homburg stattfinden soll. (cöt)